Erneut starker Auftritt des Verbandsligateams



Beim dritten Punktspiel innerhalb weniger Wochen lieferte die zweite Mannschaft der Pool Brothers Deggendorf wieder eine starke Performance ab!

Dem Auswärtsspieltag in Passau sah man mit gemischten Gefühlen entgegen. Der reinen Papierform nach müsste ein Sieg beim Tabellenvorletzten an sich Pflicht sein. Bei genauerer Betrachtung kann man sich allerdings nur wundern, wie die Passauer mit ihrer Besetzung überhaupt in diese Lage kommen konnten. Alfons Reitmeier und Thomas Unertl spielen seit Jahren stabil ein hohes Niveau und mit dem 20jährigen Ahmad Trablssia steht der wohl talentierteste Rookie der Liga in den Reihen des PBC Passau. Mit nur einem Sieg aus sechs Spielen bleiben sie damit bisher deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Die Tabellenkonstellation spiegelt aber auch die enorme Leistungsdichte in der Verbandsliga Süd wieder, in der auch der Letztplatzierte dem Tabellenführer ein Unentschieden abtrotzen kann (Wie am gleichen Spieltag in Straubing passiert). Von Europa-, deutschen und bayrischen Meistern, Ex-Regional- und Bundesligaspielern bis hin zum ehemaligen Kaderspieler ist alles vertreten, was im Billard Rang und Namen hat. Jedes Team hat mindestens einen oder gar mehrere Spieler, die locker deutlich höher spielen könnten.

Gerade weil die Liga so ausgeglichen ist, ist jeder gewonnene Punkt und auch jedes Spiel wichtig im Kampf gegen den Abstieg.


Duelle zwischen Deggendorf und Passau waren immer schon dramatisch und hart umkämpft. Und so bleibt es auch… Es gab für beide Teams nichts zu verschenken.

Ein klares Statement, das die Pool Brothers um jedes Spiel kämpfen würden, war die Rückholaktion von Eugen „Averell“ Sluka, der in den letzten Spielzeiten eine tragende Säule der Deggendorfer war.

Bekannt für seine Nervenstärke gerade der richtige Mann für diese Begegnung. Michael Wieden und Reiner Schuhbaum stellten sich in den Dienst der Mannschaft und verzichteten zugunsten von Sluka auf je ein Einzel, Schuhbaum auch noch auf seinen Einsatz im Doppel. Lobenswert!


Die Aufstellung der Vorrunde bot wenig Überraschendes. Schuhbaum vs. Tobi Mauerer im 14/1, Wolfgang Drexler vs. Alfons Reitmeier im 8-Ball, Eugen Sluka vs. Ahmad Trablssia im 9-Ball und Gerhard Sauer vs. Thomas Unertl im 10-Ball.

Drexler und Sauer hatten anfänglich ihre Gegner gut im Griff und konnten jeweils einen deutlichen Vorsprung erspielen, kamen aber zeitweise unter Druck, bevor beide die Partien noch nach Hause brachten.

Reiner Schuhbaum hatte an diesem Abend wohl nichts Besonderes vor und gönnte seinem Gegner einen kaugummizähen 120-Minuten-Satz.

Schneller ging es bei Sluka, der Ahmad nur kurzfristig Widerstand leisten konnte und 3:8 unterlag. Um dem öffentlichen Spielbetrieb im Café Alibi nicht länger als nötig im Weg zu stehen, wurden die eigentlich fälligen Doppel an´s Ende der Begegnung verlegt und mit einem 2:2 Unentschieden ging es in die zweite Runde der Einzel.

Die taktischen Möglichkeiten beider Teams waren überschaubar, daher gab es auch jetzt keine echte Überraschung bei den Aufstellungen.

Sauer vs. Reitmeier 14/1, Sluka vs. Mauerer 8-Ball, Drexler vs. Unertl 9-Ball und Wieden vs. Trablssia im 10-Ball verhieß die fast schon traditionelle Dramatik.

Wie schon in der vorherigen Runde hielten Drexler und Sauer ihre Gegner in Schach. Michael Wieden konnte sich gegen Ahmad leider nicht durchsetzen.

Wie wichtig der Einsatz von Eugen Sluka war, zeigte sich bei einem 3:5 Rückstand gegen Mauerer. In unnachahmlicher Weise holte der Deggendorfer Spiel um Spiel auf und schnappte noch den Sieg. Damit war den Pool Brothers das Unentschieden schon mal sicher.

An sich gelten Drexler/Sauer im Doppel als zuverlässiger Punktelieferanten. Diesmal war in einem hochklassigen Satz gegen Unertl/Reitmeier leider nichts zu holen. Durch einen „unforced Error“ von Sauer auf einen entscheidenden Ball ging der Satz an die Passauer.

Es war an Wieden/Sluka ihre ganze Ex-Regionalliga-Erfahrung auszupacken und überraschend deutlich mit 6:1 gegen Trablssia/Mauerer zu gewinnen, was gleichbedeutend mit dem Deggendorfer Gesamtsieg war!


Der Titel als MVP geht an Eugen Sluka, der trotz Billardpause jedem Gegner das Leben schwer macht!


Damit haben die Pool Brothers seit Beginn der Rückrunde zwei Siege einfahren können und damit neun Punkte auf dem Konto. Noch kann es wegen der Ausgeglichenheit der Liga eng werden mit dem Klassenerhalt. Die nächsten Spieltage bringen den Deggendorfern nun die drei Teams aus der vorderen Tabellenhälfte. Sollte da noch der eine oder andere Bonuspunkt zu holen sein, stünden die Chancen aber schon mal nicht schlecht, die Liga halten zu können.



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