"Battle of Niederbayern" für Deggendorf nur wenig ertragreich!


Derbys sind immer etwas Besonderes! Das ist Fakt! Und Derbys haben immer ihre eigenen Gesetze! Auch Fakt! Und JA - ich werfe drei Euro ins Phrasenschwein!


Das höchstmögliche Niederbayern-Derby im Pool Billard war heuer in der Regionalliga Süd die Begegnung Deggendorf gegen Straubing.


Die Ausgangslage:
Deggendorf lag mit drei gewonnenen und drei verlorenen Begegnungen und daraus neun Punkten vor der Fortuna mit einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen und daraus fünf Zählern.

Die Deggendorfer zeigten bis dato eine ansprechende Saisonleistung ohne große Überraschungen. Straubing ließ zweimal recht unerwartet Punkte liegen. Auf dem Papier waren die Deggendorfer so in die Favoritenrolle gerutscht. Aber Papier ist ja geduldig... und Derbys... naja, Derbys eben...


Ausgetragen wurden die Begegnungen als Doppelspieltag. Samstag in Straubing, Sonntag in Deggendorf.
Um es vorweg zu nehmen: Es war spannend!

Am ersten Spieltag waren es Siege von Michael Gavenciak und Jan-Henrik Wolf für Straubing, Manu Ederer und Willi Georg für Deggendorf, die ein 2:2 zur Hälfte der Spiele auf die Anzeige brachten.
Leider konnte in der Rückrunde nur noch Manu Ederer seine Partie siegreich gestalten, was leider den 5:3-Sieg für die Fortuna bedeutete. Mit einer etwas anderen Aufstellung wäre möglicherweise mehr drin gewesen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer!


Jetzt hieß es für die Pool Brothers Mund abputzen und am folgenden Tag zuhause eine Schippe drauflegen!

Eine etwas veränderte Aufstellung sollte es richten!

Willi Georg sicherte im 14/1 gegen Gavenciak den ersten Sieg für die Pool Brothers.


Manu Ederer sah im 8-Ball schon wie der sichere Sieger aus, als er im zweiten Satz die Acht zum (vermeintlichen) Sieg lochte - und prompt die Weiße mitversenkte!
Patrick Mountain, an diesem Spieltag so richtig „on fire", ließ sich das nicht zweimal sagen und brachte den Satz nach Hause. Kleine Fahrlässigkeiten brachten in der Folge Ederer ein ums andere Mal aus dem Tritt, was wieder und wieder von Mountain genutzt werden konnte. Somit ging auch dieser Satz an Straubing. Stark gespielt, Patrick! Aber leider bist du im falschen Team! ;-)

Etwas holprig verlief das 9-Ball für den ansonsten so souverän aufspielenden Jan-Henrik Wolf. Immer wieder ließ er Thomas Köhler leichtfertig an den Tisch, der dann auch seine Spiele holte. Nur final belohnen konnte sich der Deggendorfer letztendlich nicht und musste, sehr zum Leidwesen der Zuschauer, beide Sätze abgeben.

Mario Geiger stellte im 10-Ball gegen Bernd Jahnke mit einem Zweisatzsieg wieder das Unentschieden zur Halbzeit her.

In die Rückrunde startete Manu Ederer im 14/1 gegen Jahnke. Recht ungewöhnliche Fehler auf beiden Seiten verhinderten einen Spielfluss, den man an sich von den beiden Spielern gewöhnt ist. Das bessere Ende in einer... öhmm... „semioptimalen" Partie hatte letztlich Ederer für sich.

Ähnlich wie am Vortag hatte Mario Hundshammer, diesmal im 8-Ball, gegen den tschechischen Internationalen Michael Gavenciak nichts zu lachen. Ziemlich kurz und schmerzfrei endete die Partie mit zwei deutlichen Sätzen für Straubing.

In dieser Phase der Begegnung fand (leider) Jan-Henrik Wolf wieder zu seinem Spiel und war für Willi Georg eine zu hohe Hürde. Wieder ein Sieg für die Fortuna.

Mario Geiger musste es nun im 10-Ball gegen Mountain richten und zumindest einen Punkt sichern!
Der war gut drauf und sah aber nun mal überhaupt nicht ein, warum der es Geiger auch noch einfach machen sollte! Die Partie ging über die volle Distanz von drei Sätzen, die denkbar knapp 3:4, 4:3 und 4:3 die Nerven aller Anwesenden dramatisch strapazierte, aber letztendlich doch verdient an Geiger ging.


Mit dem Unentschieden sind die Deggendorfer nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen und bleiben in der Tabelle einen Punkt vor der Fortuna aus Straubing.

Nichts desto trotz waren es spannende, teils hochklassige Spiele. Zwei knappe Ergebnisse, die, mit ein wenig Glück, mal schnell den einen oder anderen Punkt in die eine oder andere Richtung hätten schicken können.
Straubing rückt damit auf einen Punkt an die Pool Brothers heran und etabliert sich weiter im Tabellenmittelfeld.
Bleibt es bei dieser Konstellation, steht auch nächste Saison ein Niederbayernderby an. Sehr zur Freude der Beteiligten.


Wir bedanken uns für ein gelungenes Spielwochenende und wünschen allen noch ein heftiges „GUT STOSS!"
Bis zum nächsten Mal!

⇑ nach oben